Neu im Regal…

Weil ich momentan viel Zeit zum Lesen habe und ich andere an meinem Lese-Vergnügen teilhaben lassen will, gibt’s ab jetzt regelmäßig Vorstellungen von Werke, die’s bei mir ins Regal schaffen.

Microformats
Hätte mir eigentlich nicht gedach, dass man über Mikroformate ein ganzes Buch schreiben kann, doch ich wurde eines Besseren belehrt. Doch nach den ersten Blättern wird schnell klar, dass hier viel künstlich gestreckt wurde. Hier lieber zu dem gleichnamigen TecFeed von O’Reilly greifen oder gleich das hervorragende wiki von microfromats.org für Infos befragen.

Soft Skills für Software-Entwickler
Von „Soft Skills für Softwareentwickler“ erwartete ich mir eigentlich sehr viel und war überaus gespannt, da es wenige Soft Skills Bücher für Techniker gab. Inhaltlich erschloss sich darin leider für mich weniger Neues, die Aufbereitung ist aber sehr gut in „Techniker-gerechte“ Happen gelungen. Es ist im Prinzip ein Soft Skills Buch wie es schon viele andere gibt, jedoch mit Fallbeispielen aus der Software Entwicklung. Eher für Projektmanager als Software Entwickler selber geeignet!

Pro JavaScript Techniques (Pro)
Von JQuery Macher John Resig gibt es ja schon einige JavaScript Bücher. Dieses hier richtet sich eindeutig an die fortgeschritteneren Javascript Entwickler. Ich hab nur mal punktuell darin geschmökert und es hat mich schon überzeugen können. Mehr wenn ich es durch habe…

Das perfekte Chaos. Warum unordentliche Menschen glücklicher und effizienter sind
Auf dieses Buch bin ich durch einen Artikel in der Presse gestoßen und hab mir gleich gedacht, das trifft voll auf mich zu. Leider konnte ich noch nicht allzu viel davon lesen, also Infos folgen…

Praxisbuch Web 2.0
Das Praxis Buch Web2.0 ist ja derzeit in aller Munde und ein absoluter Bestseller. Mit Recht kann ich da nur sagen. Ich hab gestern Abend die ersten Theorie-kapiteln gelesen und bin echt begeistert. Die Web2.0 Einführung ist extrem sauber aufbereitet und einsteigerfreundlich geschrieben, dass sich einige Mitschwimm-Texter da eine Scheibe abschneiden können. Ich hab das Buch als Rezensionsexemplar bekommen, daher gibt’s davon in ca. 2 Wochen eine umfangreiche Rezension.

Prollohemden

Eine tolle betrachtungsweise von Stehkragen, Prollohemden und falscher Männlichkeit aus dem Standard:

+++Pro
Von Markus Mittringer

Wozu sonst sollte ein Kragen bei einem Leiberl auch gut sein? Und: Was sollten italienische Männer, die in der Öffentlichkeit stehen, wohl sonst aufstellen, um ihre Allzeitbereitschaft zu demonstrieren? Erst neulich wieder habe ich die Fähre von Palermo nach Alicudi genommen und durfte miterleben, wie sich ganze acht angestellte Lackeln die dreieinhalb Stunden der Überfahrt um nichts anderes kümmerten, als Polokragen, Haargel und schwarze Windkanalsonnenbrillen zu einer unwiderstehlichen Einheit verschmelzen zu lassen. Besondere Betonung fand dieser Kopfputz durch das Grellgelb der „CREW“-Polos. Natürlich kann man als Mann von so einem Seebären keinerlei Hilfe erwarten, aber wer bitte, der ein bisschen Gemächtsbewusstsein hat, lässt sich schon gerne die Koffer tragen oder den Weg zum Klo weisen. Und ganz wichtig: Wer den Polokragen auf Dauererrektion tuned, der nimmt das mit dem Frauen-und-Kinder-zuerst-Retten ganz ernst: Hilft er einer Schönen aus der Seenot, ist das Kind in Gestalt seiner selbst gleich mitgerettet.

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Contra—
Von Karl Fluch

„Steht der Kragen weg vom Polo, gehört es sicher einem Prolo.“ Damit ist eigentlich alles gesagt. Einschränken ließe sich der Detonationsradius dieser Diagnose noch auf „Modeprolo“. Denn so vermeintlich schick, cool oder sonst was das aussehen soll – abstehende Polohemdkrägen sind meist an Typen zu sehen, die wirken, als würden sie im deutschen Privatfernsehen eine Frühabendshow moderieren: Modeirrtumsfrisur, kunstbrauner Teint, irgendwo baumelt ein Keyholderschnürl, und die Garderobe ist nie einfärbig, sondern an den dümmsten Stellen bedruckt.

Prinzipiell ist das Polo ein T-Shirt für Spießer. Für Leute, die den Working-Class-Aspekt der Abstammung dieses Teils zu leugnen suchen, weshalb als Zugeständnis an das distinguierte Hemd oben ein Kragen montiert wurde. Da höhere Söhnchen und Töchter sich aber auch nicht ihre Blusen- oder Hemdkrägen aufstellen, ist es auch beim Polo vermessen. Außer man will unbedingt der Geschmacklosigkeit überführt werden. Dafür reicht aber meist schon die restliche Erscheinung. (Der Standard/rondo/07/09/2007)

Rezension: Web 2.0

Wenn es derzeit ein Thema gibt, um das es in der Informationstechnik kein Herumkommen gibt, dann ist das Web 2.0. Der gleichnamige Sammelband aus der Reihe „HMD – Praxis der Wirtschaftsinformatik“ setzt sich intensiv mit den unterschiedlichsten Fassetten der revolutionären Neuerfindung des Webs auseinander. Leider sind die Beiträge von Web 2.0 nicht durchgehend auf gewohntem Niveau der HMD-Reihe und bringen für erfahrene Web-User leider keine revolutionär neuen Einblicke in das Web 2.0.

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